Netzintegration außerhalb Deutschlands

Auch außerhalb Deutschlands ist die optimale Netzintegration von PV-Anlagen für viele Gremien, Behörden und Institutionen von hohem Interesse. Auf europäischer Ebene besteht ein erster Entwurf des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E zu einer entsprechenden europäischen Richtlinie.

In Italien wurde im Dezember 2011 die neue Norm CEI 0-21 für den Anschluss von Energieerzeugungs- und Verbrauchanlagen an das Niederspannungsnetz veröffentlicht, mit der Verordnung AEEG 084-12 vom 08. März 2012 hat man auch entsprechende Übergangsregeln festgelegt. Zwei Anhänge an den italienischen Grid Code fordern die frequenzabhängige Wirkleistungsbegrenzung von neuen PV-Anlagen auf allen Spannungsebenen sowie die Erweiterung des Frequenzbandes bei existierenden Mittelspannungsanlagen. Die CEI 0-21 ist nur der erste Schritt in Richtung einer optimalen Netzintegration von PV-Anlagen, in Kürze soll auch die Norm CEI 0-16 für Anlagen auf Mittelspannungsebene überarbeitet werden.

In Spanien ist durch den königlichen Erlass RD 1565/2010 die dynamische Netzstützung bereits heute Pflicht für alle PV-Anlagen größer zwei Megawatt, mit einer gewissen Übergangsfrist sogar rückwirkend für bestehende Anlagen.

In den USA und Kanada werden unter anderem von der Nordamerikanischen Organisation für die Zuverlässigkeit der Verbundnetze (NERC), dem IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) sowie von weiteren Institutionen und Netzbetreibern Funktionen diskutiert und gefordert, die mit den Anforderungen der deutschen BDEW-Mittelspannungsrichtlinie vergleichbar sind.