PV-Netzintegration – was steckt dahinter?


Laut Bundesnetzagentur speisen seit Mitte 2013 PV-Anlagen mit knapp 35 Gigawatt Nennleistung ins Netz, Tendenz weiter steigend. Das Leistungspotenzial der Photovoltaik in Deutschland entspricht damit mehr als 23 großen konventionellen Kraftwerksblöcken – verständlich, dass die optimale Einbindung in das bestehende Stromversorgungsnetz zu einer der wichtigsten Aufgaben geworden ist.

Eine Konsequenz dieser Entwicklung war die Überarbeitung und Ergänzung der Anschlussregeln und rechtlichen Rahmenbedingungen für PV-Anlagen: Die BDEW-Mittelspannungsrichtlinie für Anlagen ab etwa 200 kW Peakleistung (Einspeisung ins Mittelspannungsnetz), die VDE-Anwendungsregel für den Leistungsbereich 0 bis 200 kWp (Einspeisung ins Niederspannungsnetz) sowie das novellierte EEG 2012 mit neuen Anforderungen für Anlagen sämtlicher Leistungsklassen.

Als Markt- und Technologieführer für PV-Systemtechnik hat SMA beim Thema Netzintegration von Beginn an eine Vorreiterrolle übernommen und verschiedenste Informationsmaterialien erstellt. Dieser Online-Schwerpunkt zum Thema PV-Netzintegration bündelt die Informationen und fasst sie übersichtlich zusammen.

Handlungsempfehlung des BEDW zur Zertifizierung von PV-Anlagen (8. Juni 2012)

Aufgrund von Vorzieheffekten durch die laufende EEG-Anpassung kommt es weiterhin zu Engpässen bei der Zertifizierung neuer PV-Großanlagen, sodass die fristgerechte Vorlage der Zertifikate beim Netzbetreiber vielfach nicht möglich ist. In seinem Schreiben vom 8. Juni empfiehlt der BEDWdaher eine weitere Fristverlängerung: Anlagenbetreiber brauchen lediglich die Beauftragung der Zertifikate nachzuweisen und müssen diese bis spätestens Ende Dezember 2012 nachreichen.


Übergangsregelung für Einspeisemanagement-Anforderungen an kleinere PV-Anlagen (30. März 2012)

Der Deutsche Bundestag hat im Rahmen der erneuten EEG-Anpassung gestern auch eine zeitliche Verschiebung bei den Einspeisemanagement-Anforderungen an PV-Anlagen bis 100 kWp beschlossen: Sie müssen sich nun erst ab 1. Januar 2013 ferngesteuert in der Wirkleistung begrenzen lassen. Die Variante der pauschalen 70 Prozent-Wirkleistungsbegrenzung für Anlagen bis 30 kWp wird somit auch erst zu diesem Termin relevant.
Die Beratung im Bundesrat steht jedoch noch aus, wobei in diesem Punkt nicht mit Widerstand der Länder zu rechnen ist.


Schreiben von SMA an deutsche Verteilnetzbetreiber (23. März 2012)

Aufgrund der häufigen Probleme mit Netzbetreibern, die die FNN-Empfehlung zum Einspeisemanagement für kleine PV-Anlagen nicht beachten oder unverhältnismäßig hohe Preise für die Bereitstellung der nötigen Kommunikationstechnik verlangen, hat SMA ein entsprechendes Rundschreiben an alle deutschen Verteilnetzbetreiber versendet.


EEG-Anwendungshinweis des Bundesumweltministeriums (21. Dezember 2011)

Das Bundesumweltministerium hat auf seiner Website einen Anwendungshinweis veröffentlicht, der die Umsetzung der laut EEG ab 1. Januar 2012 geforderten Beteiligung am Einspeisemanagement für PV-Anlagen zwischen 30 und 100 kWp erläutert.


Aktuelle Hintergrundinformationen zur PV-Netzintegration (13. Dezember 2011)

Zum Jahreswechsel 2011/2012 treten diverse Regelwerke in Kraft, zudem gibt es verschiedene Übergangsfristen und Nachrüstungsanforderungen, die die Netzintegration der Photovoltaik betreffen. Dabei sind drei Themenkomplexe zu unterscheiden: Die neue VDE-Anwendungsregel, das 50,2 Hz-Problem und die erweiterten Anforderungen zum Einspeisemanagement gemäß EEG 2012.

SMA hat ein Dokument mit kompakten Hintergrundinformationen erstellt, das helfen soll, die entsprechenden Anforderungen einzuordnen und zu unterscheiden.


50,2 Hz-Übergangsregelung zur Erhöhung der Netzstabilität (15. Mai 2011)

Damit sich das 50,2 Hz-Problem nicht weiter verschärft, haben SMA und weitere führende Wechselrichter-Hersteller mit dem FNN eine Übergangsregelung vereinbart: Bis zur verbindlichen Einführung der neuen Anwendungsregel sollen neue Geräte entweder mit einer erhöhten Abschaltgrenze zwischen 50,2 und 51,5 Hz oder mit der bereits auf Mittelspannungsebene gültigen Kennlinienregelung P(f) ausgeliefert werden. Entsprechend dieser Vereinbarung liefert SMA bereits seit dem 12. Mai 2011 Wechselrichter mit angepassten Einstellungen bei der Frequenzüberwachung aus.
Vor diesem Datum produzierte Geräte (z. B. Lagerware aus dem Großhandel) können bei der Neuinstallation auf Wunsch durch den Installateur vor Ort entsprechend umgestellt werden.

Hintergrundinformationen zum 50,2 Hz-Problem bietet der VDE auf seiner Internetseite.


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